gegenwind-ober-ramstadt – Rückmeldung von Herrn Schulz

Sehr geehrter Herr Fliss,

vielen Dank für Ihre Einladung, die ich gern für den 13.6. annehme, da der 1.6. ja schon hinter uns liegt.

Ihre bezeichenete Mail vom 25.5. habe ich auch gefunden, sie war leider im Spamfolder und ist unbemerkt geblieben.

Herr Stolte ist derzeit in Urlaub, wird aber am 13.6. sicher auch dabei sein.

Einer Einladung der regionalen Presse steht aus meiner Sichts nichts entgegen, – falls mit der komplexen Thematik einigermaßen vertraute Reporter zur Verfügung stehen, – vom ECHO z.B. Frau Eisenmann oder Herr Philipp.

An Ihre Veranstaltung habe ich persönlich die Erwartung, dass Sie nicht nur, wie Sie andeuten, Einzelaussagen unserer Webseite kritisieren, sondern die Begründungen Ihrer Politik qualitativ und quantitativ offenlegen. Es geht immerhin um massive Einschnitte in allen öffentlichen Bereichen, – von der Aufweichung des Naturschutzes durch die Grünen selber über ökonomische Verwerfungen bis zu technischen Fragen der Umsetzung und letztlich der Sinnhaftigkeit der gesamten aktuellen Energiewendepolitik.

Mit freundlichen Grüßen

Günter Schulz

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Einladung an die Bürgerinitiative Gegenwind Ober-Ramstadt

Sehr geehrter Herr Schulz, sehr geehrter Herr Stolte,

leider konnte auf Ihrer Veranstaltung gegen Windenergie in Ober-Ramstadt wohl nicht diskutiert werden. Deshalb hat einer der Anwesenden (Herr Anton) in einer Stellungnahme seine andere Sicht auf diese Problematik deutlich gemacht und Ihnen zur Verfügung gestellt (veröffentlicht auf der homepage der Grünen Ober-Ramstadt). Soweit uns bekannt, gab es darauf von Ihrer Seite keine Reaktion.

Bedauerlicherweise hat Herr Stolte ja auch den Briefwechsel mit mir aus dem Herbst 2016 abgebrochen.

Ungeachtet dieser Tatsachen möchten wir sie einladen, sich mit unserer Fraktion bei einer öffentlichen Fraktionssitzung über die Windkraftanlagen am Silberberg auseinander zu setzen. Als Termin können wir Ihnen anbieten:

Do., 01.06. oder Di., 13.06.  jeweils 19.30 Uhr.

Gerne laden wir auch die Presse dazu ein.

Wir würden Ihnen gern unsere Beweggründe, die Abläufe und Hintergründe darlegen, um auch einige Falschmeldungen bzw. Missverständnisse aus dem Weg zu räumen und Klarstellungen zu manchen Behauptungen zu erreichen, die Sie auf Ihrer homepage aufstellen.

Über eine zustimmende Rückmeldung würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Rainer Schönenberg

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Neue Wege in der Landwirtschaft

Neue Wege in der Landwirtschaft geht der Lindenhof in Ober-Ramstadt nun schon seit Jahren. Nachhaltigkeit und damit ein Erhalt des jetzigen Zustandes ist im Grunde nicht mehr ausreichend. Daher liegt der Schwerpunkt am Lindenhof auf einer regenerativen oder aufbauenden Landwirtschaft oder Agrikultur. Das Ziel ist die Gesundung des Bodens und der Aufbau von Humus. Außerdem sollen Lebensräume für Insekten und Vögel geschaffen werden, um dem Artensterben entgegenzuwirken.

Wenn es gelingt, den dringend benötigten Kohlenstoff wieder mehr im Boden zu binden und ihn damit fruchtbarer zu machen, ist dies gleichzeitig ein Beitrag zum Klimawandel, da der CO2 Gehalt in der Atmosphäre reduziert wird.

Seit 4 Jahren gibt es nun schon einen Solidarischen Gartenbau auf dem Lindenhof, der fast den gesamten Gemüsebedarf von 90 Menschen abdeckt. Die Hühner die auf dem Lindenhof gehalten werden sind Zweinutzungshühner. Diese legen zwar weniger Eier als Hochleistungshühner, dafür werden aber die männlichen Küken nach dem Schlüpfen nicht getötet, sondern mit artgerechtem Auslauf großgezogen.

In diesem Jahr startet nun ein neues Projekt mit der Umwandlung von fast 3 Hektar in eine Permakultur-Landschaft. Dies ist ein Konzept, das auf die Schaffung von dauerhaften und naturnahen Kreisläufen zielt. Eine Landwirtschaft mit und nicht gegen die Natur.

Am 2. Juni von 11.00 bis 14.00 Uhr kommen die Landtagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, Martina Feldmayer und die Bundestagskandidatin Daniela Wagner auf den Lindenhof um sich Vorort die Projekte anzuschauen und über neue Wege in der Landwirtschaft zu diskutieren. Interessierte Bürger sind herzlich eingeladen an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

Rainer Schönenberg

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Michael Antons Schreiben an „Gegenwind“ Ober-Ramstadt

Sehr geehrte und auch engagierte Mitstreiter bei Gegenwind Ober-Ramstadt,

ich habe sowohl an der Informationsveranstaltung der EnBW als auch an der von Gegenwind im Scheunensaal teilgenommen und beschäftige mich schon recht lange mit dem Thema „Erneuerbare Energie“. Ich möchte dieses Schreiben an sie nutzen und mich, auch in ihrem Interesse, mit ihren Argumenten auseinandersetzen. Gerne auch mal an einem Montagabend, wenn wirkliche Diskussion erwünscht ist. Und dann gerne mit Unterstützung von Politikern und Fachleuten.

Auf ihrer Webseite sprechen sie beim Thema Infraschall von 5GW-Anlagen. So etwas gibt es noch nicht. Bei der Info-Veranstaltung haben sie erklärt, eine Anlage in Ober-Ramstadt kann deutlich weniger Haushalte versorgen als die EnBW angibt.

Geplant: 3 Anlagen mit 3,3MW Leistung.
Ziel: Versorgung von 2500 Haushalten je Anlage laut EnBW (bezogen auf Strom)
Wind: 5,75 – 6m/sec. Am Standort.

Ein Vergleich lohnt:
Die beiden letzten Windjahre waren eher unterdurchschnittlich. So haben im Vergleich die 4 Windkraftprojekte der Energiegenossenschaft Starkenburg im Vergleich zur prognostizierten Ertragsmenge in 2016 zwischen 86,4 und 115,1% erwirtschaftet.
Windstark 1 ist eine 2MW-Anlage in Ober-Beerbach und damit durchaus vergleichbar.
Deren Ertrag lag 2016 bei 87,7% und 4.132.645kWh. Bei einem Verbrauch je Haushalt von 3600kWh/a (andere Annahmen sind natürlich auch möglich), versorgte die Anlage rein rechnerisch 1148 Haushalte. (Unser 2-Personen-Haushalt liegt bei 2000-2100kWh/a. In unserem vermieteten Gebäude benötigten 4 Personen in 3 Haushalten zusammen 3600kWh/a – wer mehr benötigt, kann vermutlich einsparen.)
Geht man von den prognostizierten 100% aus, sind es 4696187kWh Ertrag oder 1304 Haushalte a 3.600kWh/a.
Aus der Erfahrung mit den WKA in Groß Umstadt wissen wir aber auch, dass die Nabenhöhe einen deutlichen Einfluss auf den Ertrag hat. So liefern die in annähernd gleicher Lage aufgestellten 2MW-Anlagen nicht etwa das Doppelte der 1MW-Anlagen, sondern in etwa die 4-fache Menge.
Da ja Anlagen mit 3,3MW Spitzenleistung verbaut werden sollen, erscheinen die angegebenen 2500 Haushalte je WKA durchaus erreichbar.

Natürlich ist das „Zappelstrom“. Beim Vortrag der Bürgerinitiative im Scheunensaal der Hammermühle wurde an einem Tagesbeispiel gezeigt, dass nahezu kein Wind und PV-Strom eingespeist wurde. Die Versorgung fast ausschließlich aus Kohle und Atomstrom bedient wurde. Die Statistik zeigte auch etwa 3GW Leistung an Gaskraftwerken. Obwohl diese genau die Lücke von Angebot und Bedarf schließen sollen, war deutlich weniger als 1/3 dieser Kraftwerke in Betreib.
Man muss dazu wissen, dass Kohle und Atomstrom oft für fixe Preise und Mengen ins benachbarte Ausland verkauft sind und somit die Preisbildung an der Börse überhaupt nicht mit beeinflussen. Dies, die geringe Menge frei handelbaren Stroms, führt natürlich zu deutlichen Übertreibungen der Preise nach oben und unten.

Wir sollten uns auch damit abfinden, dass an „Spitzentagen“ ein Teil der Stromerträge aus WKA nicht verwertet werden wird. Das ist bei der Wasserkraft ähnlich. Auch hier fließt nach Regen Wasser über das Wehr und nicht in die Turbine. Es wäre ein leichtes hier zusätzliche Turbinen einzubauen – rechnet sich aber nicht. Es ist auch ein leichtes mit PEM-Elektrolyseuren überschüssigen Strom in Wasserstoff umzuwandeln. Aber auch das rechnet sich erst, wenn der Elektrolyseur eine bestimmte Betriebsstundenzahl im Jahr erreicht. Abwärmenutzung wär hier ebenfalls vorteilhaft.
Würde 10% des Windstromes nicht genutzt, dann wäre dieser ca. 10% teurer je erzeugte kWh und damit immer noch um ein vielfaches billiger als es jede bisher erzeugte kWh aus Atomstrom gewesen ist. Dessen Kosten sind uns nur nicht bewusst, weil sie nicht über eine Umlage, sondern über Steuermittel (und Staatsverschuldung) bezahlt wurden.
Auch Kohle ist, durch ihre Folgekosten, nicht wirklich billiger. (Umweltschäden, Krankheiten, Bodenabsenkung, 100 Jahre Kohle im Ruhrgebiet und dann viele tausend Jahre Pumpen damit an der Oberfläche alles stehen bleibt, etc.)

Aber es gibt Alternativen:

  • Die Umstellung der Netzentgelte für Betreibe kann zu einer erheblichen Flexibilisierung in deren Verbrauch beitragen (derzeit richtet sich das Entgeld nach dem Tag mit der höchsten Bezugsmenge. Man plant also möglichst gleiche Mengen je Tag zu verbrauchen).
  • Elektrische Heizung bei Überschuss (So lange es keine intelligenten Zähler gibt, bleibt dies Versorgern mit Wärmenetzen vorbehalten). Auch als Power to Heat bezeichnet.
  • Verkleinerung der Generatoren bei gleicher Flügelgröße an WKA. Laut Herrn Willenbacher, JUWI-Gründer (Buch: Mein unmoralisches Angebot an die Kanzlerin) führt eine Ertragseinbuße von 10% zu einer Verdoppelung der Vollaststunden. Eine Veränderung der Förderbedingungen wäre also erfolgsversprechend (4000 statt 2000 Volllaststunden).
  • Pumpspeicherkraftwerke: Sehr richtig bemerkt hat die Bürgerinitiative, dass solche in Deutschland kaum noch durchsetzbar sind. Wir verschenken unseren Strom nach Österreich wird gewettert. Alternativ denkt man über ein europaweites Netz nach und darüber in Norwegen solche Pumpspeicher zu errichten. Auch die nehmen den Strom nur dann, wenn er an der Börse nichts kostet. Die Österreicher machen das Gleiche, lassen ihr Wasser in den Speichern und produzieren Strom, wenn dieser benötigt wird – natürlich mit Gewinn. Wo bitte ist hier der Unterscheid?
  • Andere Speicher wie Batterie und Schwungrad. Derzeit noch recht teuer. Das kann sich aber ändern.
  • Power to Gas – Elektrolyse von Überschussstrom zu Wasserstoff, Anschließende Weiterverarbeitung zu Methan (oder Flüssigtreibstoffen wie Benzin). Das geht, ist derzeit aber unbezahlbar und auch noch sehr ineffizient. Besonders dann, wenn man das Gas anschließend zur Verstromung in Gaskraftwerken einsetzt (derzeit ca. 10-facher Erdgaspreis)

Ein wirklich besseres Energiesystem findet man unter bio-wasserstoff.de und unter biowasserstoff.de. Beide Webseiten haben übrigens nichts miteinander zu tun!
Der Clou ist – eine Wasserstoffwirtschaft mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen kann leicht 1/3 bis ½ der benötigten Primärenergie in Deutschland einsparen – wegen der hohen Effizienz. Allerdings nur dann, wenn dieser Wasserstoff über das Gas-Rohrleitungsnetz zu uns kommt. Bei Straßentransport mit Behältern sind die Vorteile schnell wieder weg.
Wasserstoff ist im „Handeling“ trotz vieler Vorbehalte in Bevölkerung und Politik nicht gefährlicher als Erdgas; eher ungefährlicher. Wasserstoff kann, neben Erdgas, Kohle, Öl, auch aus Biomasse erzeugt werden. Da wird es aber die nächsten Proteste geben. Es kann also nur ein Mix aus WKA, PV und Biomasse sein, wenn es „nachhaltig“ sein soll.

Die Alternative der Kernfusion ist ein eher netter Blick in eine ungewisse Zukunft. Bis zum Einsatz werden sicher noch Jahre vergehen. Dann benötigen wir ausreichend Anlagen dieses Typs. WKAs können nach 20 Jahren ja dann wieder abgebaut werden. Bisher nichts wissen wir über die Abfälle einer solchen Anlage. Wir wissen aber, dass sie ein hervorragendes Kriegsziel darstellt, und, dass die Wassermenge eines Flusses wohl nicht ausreichen wird um eine solche Anlage zu kühlen. Folgerichtig steht diese dann am Meer. Sie erwärmt dieses. Sie verändert das biologische Gleichgewicht. Das ist die Vogel / Fledermaus – Diskussion an anderer Stelle!
Der Strom muss dann über Fernleitungen zum Kunden. Kennen wir dieses Problem nicht auch schon?

Eine weitere Alternative ist der „Schnelle Brüter“. Auch das hatten wir schon mal. Dieser holt aus der gleichen Menge Uran bis zu 60-Mal mehr Energie heraus und strahlt am Ende einige tausend Jahre kürzer. Aus Sicherheitsgründen hat man das in einem so dicht besiedelten Land aber letztlich lieber wieder abgebaut. Anderen Ortes baut man an dieser Technik. Vielleicht wollen die ja unsere alten Brennstäbe?

Kritisiert wurde auch die Verwendung von „Seltenen Erden“ in WKAs. Schauen sie doch mal wie selten das Element Uran zu finden ist und wie viel Miene da je Gramm benötigt wird. Vermutlich haben sie auch alle ein Handy und einen Computer. Was ist denn dort mit den seltenen Erden?

„Vogelschlag“ und getötete Fledermäuse. Ja, das ist ein Thema. Wird aber auch vom falschen Ende her angegangen. Wie viele dieser Tiere sterben denn im Straßenverkehr? Wie viele an Insektiziden? Wie viel höher wäre die Vermehrungsrate von Insekten am unteren Ende der Futterkette, wenn wir unsere Landwirtschaft hin zum positiven verändern? (Dann aber bitte auch ohne Soja aus Brasilien und Palmöl aus Indonesien!) Wie viel höher wäre die Vermehrungsrate von Vögeln und Fledermäusen, wenn es mehr Nahrung gäbe (und wieder Winterquartiere für Fledermäuse)?

Ich möchte auch das Thema Infraschall nochmal ansprechen. Sie sagen, es gibt Menschen denen das Probleme verursacht. Als weiteren Beleg führen sie Tiere ins Feld. Das ist immer gut, denn hier gibt es ja keinen Placebo Effekt. Nun haben wir ja schon länger WKAs in unserer Nähe. Mir sind aus Ober-Beerbach und Groß Umstadt keine Tiere bekannt die verrücktspielen oder erhöhte Fehlgeburtenraten haben. In Neutsch liegt ein Biohof mit Tierhaltung in Reichweite der Anlagen. Wenn Windkraft so wirkt, dann sollte sie dies nachvollziehbar und an jedem Standort tun. Mir ist bisher nichts dergleichen zu Ohren gekommen. Wo bitte sind hierzu überprüfbare Belege?

In einem Interview im Darmstädter Echo verweisen sie darauf, dass es geeignetere Standorte gibt als den Wald am Silberberg. Beispielsweise den Waldrand an dem sie die Modellflieger aufhalten (zwischen Rexroth und Rohrbach). Bitte was ändert sich durch die Standortverlagerung?
Die Felder sind vermutlich Privatgrund. Die Tierwelt ist ähnlich. Der Blick vieler Ober-Ramstädter geht in diese Richtung. Infraschall gäbe es dort auch………etc.

Alles in Allem sind sie bei der bisherigen Diskussion eine Alternative schuldig geblieben. Weiter so, ist sicherlich keine Alternative. Eine Partei wählen die gegen WKAs ist? Nun das sind derzeit AFD und FDP. Wirtschaftsliberale für Naturschutz? Gar die AFD? Sie scherzen. Gründen sie dann bitte eine echte Alternative die auch in anderen Bereichen wählbare Programmpunkte vorzubringen hat.

Auch ich finde WKAs nicht immer und überall schön. Dafür gibt es Beispiele genug. Hier im Odenwald aber geschieht der Ausbau meines Erachtens bisher mit Augenmaß. Ich hoffe, dies wird in Zukunft so bleiben.

Michael Anton
Fröbelweg 14
64372 Ober-Ramstadt

Gerne kann dieses Schreiben als Anstoß zur Diskussion weitergegeben werden.

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Ostereier für Bürger!

Wie in den letzten Jahren auch werden Bündnis 90/Die Grünen am Oster-Samstag einen Infostand  in Ober-Ramstadt durchführen, um den Bürgern Gelegenheit zu geben ihre Wünsche und Anregungen direkt bei den Stadtverordneten vor zu bringen.

Der Info-Stand findet von 9.30 bis 13.00 Uhr vor dem Café Central statt. Dabei werden wir Ostereier an die Passanten verteilen.

Bündnis 90/Die Grünen wünschen allen Bürgerinnen und Bürgern ein erholsames und ruhiges Osterfest.

 

Rainer Schönenberg

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Willkommen bei Bündnis 90/Die Grünen Ober-Ramstadt.

Der Ortsverein Ober-Ramstadt von Bündnis 90/Die Grünen wurde 1980 gegründet. Die Mitglieder setzen sich seitdem zusammen mit engagierten, ökologisch orientierten Bürgern für eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität in unserer Stadt ein. Dabei ist uns die Beteiligung von Bürgern an kommunalen Entscheidungen besonders wichtig.

Wir möchten mit unserer Politik einen Beitrag dazu leisten und Sie einladen, sich aktiv einzubringen, um unser Zusammenleben in Ober-Ramstadt gemeinsam zu gestalten. Unser Ziel ist eine Lebenskultur, die von Freiheit, Verantwortung, Toleranz  und dem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur geprägt wird.

Gemeinsam können wir etwas bewegen

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Bündnis 90/Die Grünen fordern kostengünstige Sanierung des Freibades

Im Rahmen der Haushaltsberatungen hat die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen einen umfangreichen Fragenkatalog und mehrere Änderungsanträge eingebracht.

Bei der Sanierung des Freibades drängt die Fraktion auf eine kostengünstige Lösung. Eine vergleichende Planung für verschiedene Sanierungsmodelle wird von Bündnis 90/Die Grünen unterstützt. Die Fraktion hält aber daran fest, dass eine kostengünstige Sanierung ohne Aufbruch der derzeitigen Beckengeometrie und ohne zusätzlichen Sprungbereich für sie erste Priorität hat. Sanierungskosten von sieben Mio. Euro brutto und mehr lehnt die Fraktion ab.

Die mit dem Haushaltsentwurf vorgelegten Zahlen zur Kinderbetreuung machen aus Sicht der Fraktion einen enormen Mangel deutlich. Nur zu Beginn eines Kindergartenjahres kann die Stadt ausreichend Betreuungsplätze anbieten. Im Laufe des Jahres wächst der Fehlbedarf auf bis zu 100 Plätze an. Auch wenn ein Teil der Kinder außerhalb Ober-Ramstadts oder Zuhause betreut wird, fehlen nach Meinung der Fraktion bis zu 50 Plätze. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Außerdem wurde von der Fraktion ein Konzept für die Versorgung und Betreuung von Wohnungslosen angemahnt. Dies besonders auf dem Hintergrund von Überlegungen, den derzeitigen Standort Friedhofstraße 11 zu ersetzen. Da die Kommune nur für die räumliche Unterbringung zuständig ist, muss dies in Zusammenarbeit mit dem Kreis erfolgen.

Ober-Ramstadt, 30.01.2017

 

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Artenschutz an Feldwegerändern

Nach Beratungen in den Ausschüssen wird Ober-Ramstadt auf Initiative von Bündnis 90/Die Grünen nach Möglichkeiten zur gezielten Bestandsüberprüfung von Feldwegen und Ackerrandstreifen suchen.

Zum Hintergrund: Mit dem Verschwinden artenreicher Wildblumenwiesen durch die Intensivierung der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten haben sich die Randstreifen zum Rückzugsraum für seltene Tier- und Pflanzenarten entwickelt. Diese sind notwendig um die Artenvielfalt und damit die Lebensgrundlagen der Menschen zu erhalten.

Durch eine widerrechtliche landwirtschaftliche Nutzung gehen dem Naturschutz enorme Flächen verloren. So sollen im Landkreis Coesfeld ca. 80 Hektar öffentlicher Flächen illegal beackert werden, wie das dortige Umweltamt mithilfe eines geographischen Informationssystems festgestellt hat. Im Nachbarkreis Steinfurt sollen sogar 400 Hektar betroffen sein.

Um festzustellen, welches Ausmaß dieses Problem im Ober-Ramstadt hat, untersucht der Magistrat jetzt in einem ersten Schritt, wie und mit welchen Kosten eine Bestandsüberprüfung durchgeführt werden kann. Über die Ergebnisse berichtet er dem Umwelt- und Energieausschuss. Über das weitere Vorgehen werden die Stadtverordneten dann gesondert beraten

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Ober-Ramstadts Forst wird umweltfreundlicher

Als gute Nachricht für Ober-Ramstadts Natur wertet die Fraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die beginnende FSC-Zertifizierung des kommunalen Waldes. „Wir freuen uns sehr darüber, dass der städtische Forst nach den FSC-Kriterien bewirtschaftet werden wird“, so Rainer Schönenberg, Fraktionssprecher der GRÜNEN. „Den Wäldern kommt eine maßgebliche Bedeutung beim Erhalt der biologischen Vielfalt zu, denn sie sind eines der artenreichsten Systeme der Naturlandschaft. Die Bewirtschaftung nach FSC respektiert und fördert den Artenreichtum bei der Holznutzung.“

FSC ist vorbildlich im Hinblick auf eine nachhaltige Waldwirtschaft. Der Kommune  kommt eine besondere Bedeutung für den Naturschutz und den Erhalt der biologischen Vielfalt  zu. Wir tragen Verantwortung dafür, dass auch kommende Generationen noch eine lebenswerte Existenzgrundlage vorfinden. Darüber hinaus würden die Naturschutz-Vorgaben wie beispielsweise das Verbot von Pestiziden oder eine bleifreie Jagd dafür sorgen, dass FSC-Produkte verstärkt nachgefragt werden. Die sozialen Aspekte wie eine tarifliche Entlohnung, Unfall- und Gesundheitsschutz seien ausschlaggebend für eine faire Beschäftigung der Waldarbeiter.

Zum Hintergrund:

Die Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) sehen unter anderem vor, dass keine künstlichen Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden, einheimische Bäume Vorrang haben und zehn Bäume pro Hektar als sogenannte Habitatbäume aus der Bewirtschaftung genommen werden, um sich ohne künstliche Einflüsse entwickeln zu können.

Ober-Ramstadt, 13.11.2016

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